Risiken und Folgen der Vasektomie

 

Welche Risiken und Folgen gibt es bei einer Vasektomie – OP?

Direkte Komplikationen nach der Operation sind sehr selten, wenn man ein paar Grundregeln beherzigt:

  • Kein Geschlechtsverkehr, keine sexuellen Handlungen innerhalb der ersten Woche nach OP
  • Kein Sport, kein Radfahren o.ä., kein Baden innerhalb der ersten Woche nach OP
  • Örtliche Kühlung mittels Kühlkissen am OP-Tag
  • Keine Einnahme von die Blutgerinnung hemmenden Medikamenten (z.B. Aspirin®) aber auch Kopfschmerztabletten (z.B. Thomapyrin®) innerhalb der ersten Woche nach OP

 

Auch nach der Sterilisation werden weiterhin männliche Samenzellen im Keimgewebe des Hodens gebildet. Da die Samenfäden durch die Durchtrennung und Unterbindung der Samenleiter nicht mehr nach außen gelangen können, verbleiben sie im Nebenhoden und werden dort nach einigen Monaten abgebaut.

Der Hormonhaushalt des Mannes wird durch den Eingriff nicht gestört. Deshalb kommt es auch nicht, wie in der Laienpresse manchmal behauptet, zur Lustlosigkeit (Libidoverlust). Die Vasektomie hat keine körperlichen Auswirkungen auf die Versteifung des männlichen Gliedes (Erektionsfähigkeit) und auf den Samenerguss (Ejakulation). Die Samenflüssigkeit ohne Samenfäden (Spermien) unterscheidet sich nicht im Aussehen und nur geringfügig (ca. 5%) in der Menge von der Samenflüssigkeit mit Spermien da sie in der Hauptsache aus der Prostata und den Samenblasen stammt, welche sich oberhalb des Operationsbereiches befinden.

Auch auf die Prostata hat die Operation keinerlei Auswirkungen. Weder führt der Eingriff zu einer Prostatavergrößerung, noch erhöht er das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken.

Dr. med. Peter Schmauß
Unverbindliche Terminanfrage zum Beratungsgespräch
Senden