Voraussetzung Vasektomie

Voraussetzung für die Durchführung der Sterilisation ist die nach eingehender Beratung schriftlich niedergelegte Einwilligung des Patienten in den Eingriff. Dabei sind als wesentliche Voraussetzung eine volle Geschäftsfähigkeit und Einsicht in die Konsequenzen, die aus der Vasektomie entstehen, zu sehen.

Grundsätzlich kann sich jeder erwachsene Mann diesem Eingriff unterziehen. Bereits vorhandene eigene Kinder oder ein Einverständnis der Partnerin sind dabei keine rechtliche Voraussetzung. Ein gewissenhafter Operateur wird sich aber in einem oder mehreren ausführlichen Gesprächen davon überzeugen, ob der Patient sich wirklich über die Konsequenzen der Vasotomie oder Vasektomie im klaren ist. In keinem Fall sollte die Einwilligung unter Druck oder durch Beeinflussung von Bezugspersonen erfolgen, sie sollte erst nach reiflicher Überlegung und möglichst im Einvernehmen mit der Partnerin getroffen werden.

Grundvoraussetzung für eine Vasektomie ist in jedem Fall eine ausführliche Beratung. Je mehr Informationen gesammelt werden, um so mehr reift und festigt sich im Patienten der Entschluss, sich dem Eingriff zu unterziehen oder nicht.

Sollten Sie sich nach reiflicher Überlegung und nach Klärung der Situation mit Ihrer Lebenspartnerin zum Aufklärungsgespräch beim Urologen vorstellen, so scheuen Sie sich nicht, alle Fragen zu stellen, die Ihnen auf dem Herzen liegen. Ein verantwortungsbewusster Operateur wird Ihnen Ihre Fragen bereitwillig beantworten, oft ist die Teilnahme der Partnerin an diesem Gespräch hilfreich, sogar erwünscht und zudem stärkt dies häufig das “Wir-Gefühl” einer Beziehung.

Nachdem Sie sich über die Konsequenzen und Kosten im klaren sind, erhalten Sie Ihren Aufklärungsbogen und OP-Termin. Viele Operateure verlangen vor der Durchführung auch noch eine schriftliche Erklärung darüber, dass es sich beim Kassenpatienten um eine reine Wunschleistung handelt, deren Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen wird. Beim Privatpatienten werden die Kosten der Sterilisation von der privaten Krankenkasse meist ebenfalls nicht übernommen.

Am Abend vor der Operation sollten Sie die Schamhaare kurz schneiden, evtl. können Sie auch eine Enthaarungscreme verwenden. Diese kann aber ähnlich wie eine Nassrasur zu erheblichen Entzündungen an der Haut führen, wenn Ihre Haut dieses Verfahren nicht gewöhnt ist. Oft reicht auch eine Rasur mit dem Bartschneider, bei dem zwar kleine Stoppeln stehen bleiben, diese Prozedur reizt aber bei weitem nicht so sehr die Haut im Genitalbereich wie eine der vorher genannten Maßnahmen. Fragen Sie im Zweifel Ihren Operateur, zu welcher Methode er Ihnen rät.

Weitere Voruntersuchungen sind in der Regel nur erforderlich wenn der Eingriff in Vollnarkose oder Sedierung durchgeführt wird. Manche Operateure verlangen einen schriftlichen Nachweis über einen HIV- Test (Aids-Test) auch bei Durchführung in Lokalanästhesie, die Kosten hierfür muss der Patient selbst tragen.

Dr. med. Peter Schmauß
Unverbindliche Terminanfrage zum Beratungsgespräch
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