Welche Betäubungsmöglichkeiten gibt es?

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten der Betäubung während der Operation:

Örtliche Betäubung
Sedierung plus örtliche Betäubung
Vollnarkose
Welche dieser drei Möglichkeiten für Sie die beste darstellt, sollten Sie sich sorgfältig überlegen. Lassen Sie sich dabei nicht von finanziellen Überlegungen beeinflussen, schließlich wird es normalerweise das erste und letzte Mal in Ihrem Leben sein, dass Sie sich sterilisieren lassen. Und Sie wollen den Eingriff doch in guter Erinnerung behalten! Denken Sie in jedem Falle aber daran, dass Sie nach der Operation nicht alleine nach Hause fahren solllten, eine Begleitung ist in jedem Falle anzuraten!

Am einfachsten erzielt man Schmerzfreiheit mit rein örtlicher Betäubung. Diese wird mittels Einbringen von Lokalanästhetikum an den Ort der Operation durch eine Spritze vorgenommen. Den ersten Stich merkt man, den Rest der Operation nimmt man dann nur noch als Ziehen und Drücken am Hoden war.

Vorteil: Geringe Kosten, Bewußtsein bleibt erhalten, Praxis kann schnell wieder verlassen werden.

Nachteil: Man bekommt den Eingriff bei vollem Bewußtsein mit und empfindet zumindest Druck und Zug am Hodensack

Sollten Sie zusätzlich zur örtlichen Betäubung eine Sedierung wünschen, so bedeutet dies, dass sie durch einen Narkosearzt zusätzlich VOR der örtlichen Spritze ein stark wirkendes Schlafmittel bekommen, welches Sie in einen tiefen Dämmerschlaf versetzt. Durch diesen bekommen Sie von der Operation selbst nichts mit, auch nicht von der darauf verabreichten örtlichen Betäubungsspritze am Hoden. Sie werden anschließend durch den Narkosearzt überwacht.

Vorteil: Keine Schmerzen oder Mißempfindungen während der Operation. Sie wachen auf und der Eingriff ist vorüber.

Nachteil: Durch das Sedierungs-Medikament sind Sie am gleichen Tag schläfrig und bedürfen einer häuslichen Überwachung durch einen Familienangehörigen. Durch Mitarbeit des Narkosearztes und postoperative Überwachung etwas höhere Kosten als bei rein örtlicher Betäubung.

Zu guter Letzt kann der Eingriff auch in Vollnarkose durchgeführt werden. Hierbei werden Sie vom Narkosearzt in einen tiefen Schlaf versetzt, der aber im gegensatz zur Sedierung die Anwendung eines Narkoseschlauches und -apparates voraussetzt. Auch hier kann es sein dass Sie am gleichen Tag müde sein werden, auch hier bedürfen Sie eines Familienangehörigen, der an diesem Tag auf Sie aufpaßt.

Vorteil: KeineSchmerzen oder Mißempfindungen während der Operation, keine Spritze bei Bewußtsein im Operationsbereich (der Narkosearzt legt aber in der Regel eine Infusionsnadel am Arm).

Nachteil: Höhere Kosten als bei Sedierung und örtlicher Betäubung, längere postoperative Überwachung, Narkoserisiko.

Dr. med. Peter Schmauß
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