Vasektomie FAQ

  • Wo finde ich Beratung?

    Ihr Urologe informiert Sie eingehend über das Für und Wider der Vasektomie, er erklärt die Vorgehensweise und weist Sie auf Verhaltensmaßnahmen und mögliche Schwierigkeiten während und nach dem Eingriff hin. Auch bei Pro Familia erhalten Sie Hinweise und Informationen.
  • Warum eine Sterilisation?

    Die Vasektomie ist die sicherste Form der Verhütung (Pearl-Index 0,1)!. Verhütungsmethoden, wie z. B. Kondome, Antibabypille, Spiralen oder Temperaturmessungen, geben Ihnen und Ihrer Partnerin die Möglichkeit, die Lebens- und Familienplanung nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Sie können den Zeitpunkt, zu dem Sie ein Kind bekommen möchten, selbst bestimmen. Allerdings schützt keine der üblichen Methoden mit absoluter Sicherheit vor einer Schwangerschaft. Kondome können reißen und die Temperatur-Messmethode ist sehr häufig ungenau und somit unzuverlässig. Hormonelle Verhütungsmittel müssen sehr regelmäßig eingenommen werden, damit Sie wirksam sind. Darüber hinaus werden nicht alle hormonellen Verhütungsmittel gut von den Frauen vertragen. Insbesondere bei Raucherinnen und/oder Frauen mit Neigung zu Venenthrombosen können gefährliche Erkrankungen wie Lungenembolien auftreten, die manchmal sogar tödlich enden. Hormonell wirkende Verhütungsmittel wie die Antibabypille greifen stark in den weiblichen Zyklus ein und können Beschwerden verursachen.
  • Wie stark werden die Schmerzen sein?

    Durch die lokale Betäubung und die minimal-invasive Duchführung als "no-scalpel-vasektomie", ist der Eingriff weitestgehend schmerzfrei. Durch die sehr kleine Eröffnung des Hodensacks, die nur 0,5-1 cm groß ist, ist der Schmerz nach abklingender Betäubung in der Regel nicht sehr groß. Lokale Kühlung mittels kalten Gelkissen reicht meist als Schmerzmittel.
  • Welche Vorbereitungen muss ich treffen?

    In der Regel wird der Eingriff ambulant vom Urologen durchgeführt. Nur wenn eine Vollnarkose geplant ist, darf einige Stunden vorher nicht gegessen, getrunken oder geraucht werden. Eine Rasur bzw. Teilrasur des Hodensackes wird aus Gründen der Hygiene vor der Operation empfohlen.
  • Wie geht es nach der Operation weiter?

    Wie nach jedem Eingriff ist auch bei der Vasektomie für 1 Woche Schonung anzuraten. Der Operationsbereich sollte ab dem 2. postoperativen Tag trocken gehalten werden, am besten ohne Pflaster oder Verband, um eine ungestörte Wundheilung zu ermöglichen. Die Fäden sind normalerweise selbst auflösend und müssen nicht entfernt werden. Nach etwa 3 Monaten wird eine erste Kontrolluntersuchung erfolgen um festzustellen, ob sich noch Samenzellen in der Samenflüssigkeit befinden.
  • Empfinde ich nach der Vasektomie weiter Lust?

    Da nur die Samenleiter durchtrennt werden, bleibt der Sexualhormonhaushalt unverändert. Somit ist ein erfülltes Liebesleben weiterhin gegeben. Auch der Samenerguss bleibt weiter erhalten.
  • Was sind die Vorteile einer Vasektomie?

    Der Vorteil einer fachgerecht durchgeführten Vasektomie ist ihre hohe Sicherheit als Verhütungsmethode.Die Vasektomie ist zudem ein vergleichsweise einfacher chirurgischer Eingriff, bei dem nur selten Komplikationen auftreten. Die Sterilisation der Frau (Tubensterilisation), bei der während einer Bauchoperation die Eileiter durchtrennt werden, ist aufwändiger und mit deutlich höheren Risiken verbunden.
  • Was sind die Voraussetzungen für eine Vasektomie?

    Eine volle Geschäftsfähigkeit und Einsicht in die Konsequenzen, die aus der Vasektomie entstehen
  • Wie lange dauert die OP?

    Nach 20 - 30 min ist die OP vorbei.
  • Können die Kosten für eine Vasektomie von Krankenkasse übernommen werden?

    Leider ist das nicht möglich, da es sich um eine Wunschleistung handelt.
  • Wie viel kostet eine Vasektomie?

    Die Kosten für Vasektomie betragen ca. 350 € bei Lokalanästhesie.
Dr. med. Peter Schmauß
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